KAC II nach Derbysieg wohl im Finale

Ausgangslage

KAC gegen Bandyts: Das Hinspiel in der Großfeldlandesliga endete bereits mit 8:1 (!). Daher war es voll im Interesse des KAC-Farmteams, erneut gegen den Stadtrivalen zu siegen. Für die Jung-Rotjacken war es das bisher wichtigste Spiel des Jahres, bei einem Sieg wartete mit großer Wahrscheinlichkeit ein Platz im Finale. Bei einer Niederlage müsste man zittern und entweder im letzten Spiel gegen den VSV gewinnen, oder auf Schützenhilfe der Bandyts gegen St. Veit hoffen. Doch die in Top-Form agierenden Rot-Weißen gingen dank der jüngsten Erfolge in der Kleinfeldliga mit einem riesigen Selbstbewusstsein in das Spiel!

Gegner

Mit Ausnahme ihres Einser-Goalies Petscher war der Kader der Bandyts voller denn je. Doch Backup-Goalie Wigoutschnigg entschied, trotzdem auf der Bank Platz zu nehmen. Man schenkte U17-Goalie Maximilian Kulnig das Vertrauen. Wieder mit dabei war zudem Kapitän Schuschnig.

Personalien

Beinahe auf den gesamten Kader konnte Coach Pfeifer zurückgreifen. Die ersten beiden Linien waren komplett, einzig auf die Stürmer Gaidis (private Gründe), Samm und Schütz (beide verletzt) musste der Trainer verzichten. Im Tor startete Einser-Goalie Lukas Kerschbaumer. Großartige Umstellungen zur Partie in St. Veit gab es ansonsten nicht, einzig Platzer und Wiesner rückten zurück ins Aufgebot.

Spiel

Das Spiel wurde von der ersten Minute an von den jungen Rotjacken dominiert. Man startete fulminant in die Partie, unter anderem traf KAC-Verteidiger Fabian Grabner nur die Kreuzecklatte. Nach zehn Minuten war es dann Martin Fritz, der nach Zuspiel von Philipp Horn auf halbrechter Position abzog und den Bandyts Goalie mit einem halbhohen Schuss überwindete. Nur wenige Minuten darauf wurde gegen die hart spielenden Bandyts eine Zweiminutenstrafe wegen Stockschlags ausgesprochen (Ceesay, 14′). Das daraus folgende Powerplay wurde promt genützt – und wieder ist es der KAC-Kapitän (16’/PP). Aus ähnlicher Position wie beim 1:0 zog Fritz nach Zuspiel von Christoph Platzer ab und traf zum 2:0. Kurz vor Ende des ersten Drittels bekam KAC-Center Wurmitzer eine kleine Bankstrafe, nachdem er einen Bandyts-Spieler gegen die Bande stieß. Die Diskussionen über diese Strafe gingen weit auseinander – die Spieler waren sich nicht einer Meinung, von einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters bis zur zum Glück nicht bekommenen 5-Minuten-Strafe war alles dabei. Jedoch konnten die Bandyts ihr Powerplay nicht in ein Tor ummünzen und gingen ohne erzielten Treffer in die ersten Drittelpause.

Im zweiten Drittel war am Anfang so gar nichts los. Beide Seiten waren wenig kreativ und es entstanden wenige Torchancen. Zudem gab es auf Seiten eine Verletzung, als Bandyts-Routinier Filipic in einem Zweikampf mit Philipp Horn unglücklich landete. Der Verteidiger wurde ins Krankenhaus gebracht – wir wünschen eine rasche Genesung! Im Laufe des Drittels kamen Chancen auf beiden Seiten zustande, ehe Wurmitzer mit einem schönen (und etwas glücklich durchgerutschten) Pass von Stefano Motta das 3:0 für den KAC herstellte. Mehr passierte in dieser Periode aber nicht – so ging man mit einem Drei-Tore-Vorsprung in Pause Nummer zwei.

Das letzte Drittel sollte den Zuschauern dafür eine richtig gute Show bieten! Die immer härter spielenden Bandyts begannen immer mehr in unsere Defensivzone vorzudringen. Trotzdem konnte der KAC in Person von Luca Wiesner erneut anschreiben (45′). Nur eine Minute später wurde eine Unachtsamkeit in der Abwehr eiskalt ausgenützt: Bandyts-Stürmer Steinwender erzielte das erste Bandtys-Tor an diesem Abend (46′). Die Bandyts begannen Lunte zu riechen, der KAC untermauerte seine taktische Überlegenheit aber mit zwei weiteren Toren. Wiesner (47′) und Wurmitzer (48′) schürten jeweils ihren Doppelpack und brachten die Bandtys ins Tal der Tränen. Die Partie begann auf beiden Seiten immer rauer zu werden, letztendlich traf es aber die KAC-Spieler: Horn (49′) musste genauso wie Fabian Hirm (53′) für zwei Minuten in die Kühlbox. Beide Unterzahlspiele konnten souverän verteidigt werden. In der 56. Minute brachte Bandyts-Kapitän Schuschnig sein Team noch ein wenig heran. Die Strafe gegen Wurmitzer (57’/Stockschlag) konnten die Bandtys zudem auch noch nützen: Denn Bandyts-Flügel Biedermann konnte den bis dato sehr starken Kerschbaumer mit einem Schuss ins kurze Eck überlisten. Das 3:6 bedeutete auch den Endstand der Partie.

Mannschaftsaufstellung

Tor: Kerschbaumer (Gaugg);

Verteidigung: Werhounig, Hirm; Grabner, Wiesner;

Sturm: Krömer, Wurmitzer, Fritz (C); Platzer, Horn, Lam; Motta, Meixner;

Trainer: Andreas Pfeifer

Boxscoring

Floorball Bandyts Klagenfurt – KAC Floorball II: 3-6 (0-2 | 0-1 | 3-3)
KAC-Tore: Fritz 2, Wurmitzer 2, Wiesner 2

Sporthalle Lerchenfeld, 50
SR: Scherer/Dobernig