Bericht (2017-12-10): KAC 4 WFV 3 (OT)

Die Siegesserie des KAC Floorball geht weiter und lässt eine andere reißen: Der Wiener Floorball Verein, seit sechs Spielen ungeschlagen, wurde in der Verlängerung bezwungen. Mann des Spiels ist einmal mehr Torhüter Maximilian Obereder.

Die Ausgangslage

Vieles sprach für ein offenes Spiel. Beide Teams waren beinahe in Bestbesetzung, beim KAC musste lediglich Verteidiger Thomas Sterniczky krankheitsbedingt zuschauen. Dafür gab es ein paar kleine Änderungen im Lineup, unter Anderem rückte Joseph Holl eine Reihe zurück und verteidigte mit Alexander Kalles in der ersten Linie. Im Tor schenkte das Trainerteam erneut Maximilian Obereder das Vertrauen.

Das Spiel

Die Gäste starten gleich mal mit einem unglaublichen Forechecking, das die KAC-Abwehr mehrmals auf die Probe stellte. Die Defense hielt sich aber wacker und verhinderte mehrmals die Führung der Wiener. Nach fünfeinhalb Minuten dann die erste Strafe: Auf Seiten des KAC musste Franz Niederleitner zwei Minuten für Stoßen in die Box. Der WFV zog ein starkes Powerplay auf, der KAC verteidigte geschickt und spielte die Zeit souverän herunter. Knapp eine Minute später dann ein starker Angriff der Wiener, die durch Jakob Mayer (9′) das erste Mal in Führung gingen. Der KAC ließ sich aber auch nicht lange bitten und glich dann in der 15. Minute in Person von Christoph Haimburger durch ein herrliches Zusammenspiel mit Dominik Mayrobnig aus. Die Hauptstädter reagierten aber blitzschnell und konnten binnen weniger als zwei Minuten auf 1:3 stellen (14′ Rubas, 16′ Zehetner). In der 17. Minute dann die zweite Strafe, dieses Mal traf es Peter Mack. Doch erneut konnte das Wiener Überzahlspiel den KAC nicht beeindrucken und es blieb beim 1:3. Auch, als die Pausensirene das erste Mal ertönte.

Der Beginn des zweiten Abschnitts gestaltete sich ganz nach den Vorstellungen das KAC: Nach einem starken Konter der Heimmannschaft war WFV-Torhüter Bezucha schon überwunden, Verteidiger Schrottenbacher versuchte den Ball in letzter Minute noch aus der Luft herauszufischen. Es gelang, aber natürlich war es ein regelwidriger hoher Stock, aus dem klarerweise ein Penalty resultierte. Head Coach Oliver Pucher schickte Joseph Holl aufs Feld, der nicht lange fackelte und den Rückstand auf einen Zähler verkürzte (22′). Der KAC war wieder voll da! Chancen gab es auf beiden Seiten, durch einen Stockschlag von Andreas Pfeifer bekamen die Gäste erneut die Möglichkeit in Überzahl zu jubeln. Aber die Unterzahllinie des KAC hatte da etwas dagegen und ließ nichts anbrennen. Dabei kann man sich, wie übrigens bereits so oft in diesem Spiel, auch bei Maximilian Obereder bedanken, der seine Traumform ein Mal mehr aufs Parkett zaubern konnte und souverän die Kugeln aus der Luft fischte. Nach gut 33 Spielminuten dann die erste Strafe der Gäste: Ausgerechnet Ex-KAC-Publikumsliebling Christian Dworzak musste auf der Strafbank Platz nehmen. Der KAC bekam die erste Überzahlmöglichkeit und nutzte sie eiskalt – oder doch nicht? Der Schiri pfiff bereits wegen Unerlaubten Betretens des eigenen Torraums durch den WFV ab, bevor Christoph Haimburger nur Bruchteile einer Sekunde später den Ball erneut in die Maschen knallte. Nach kurzen Disskussionen entschied das slowenische Schiedsrichterduo dann auf Tor für den KAC, was sogleich den Ausgleich bedeutete. Und den Pausenstand, denn viel passierte in diesem Drittel dann nicht mehr. Dafür sorgten die beiden Goalies.

Das dritte Drittel startete gleich mit Offensivfeuer von beiden Seiten, aber der Ball wollte einfach nicht rein! Der KAC bekam zwei weitere Powerplaymöglichkeiten (46′, 57′), konnte diese aber nicht nutzen und verpasste es somit, erstmals an diesem Nachmittag in Führung zu gehen. Die Wiener wurden durch Kapitän Miglinci nochmals gefährlich, als dieser einen Weitschuss an die Stange setzte. Tore suchte man vergebens in diesem Drittel, daher hieß es nun erneut – TADAA! – Overtime!

Dies sollte die Stunde des Peter Mack werden. Wobei, eigentlich waren es ja nur zwei Minuten, ehe er von der rechten Seite in Richtung Mitte abdrehte und den Ball locker im Tor versenkte. Somit konnte das dritte Spiel in Folge, wenn auch nur knapp, gewonnen werden!

Das Fazit

Durch eine solide Defensivleistung und einem unglaublichen Maxi Obereder im Kasten (Save-Percentage: 92,3%) konnte dieses Spiel gewonnen werden. Trotz schnellem Rückstand konnte man sich noch den Sieg erkämpfen. Das stimmt positiv für das nächste Spiel am 17.12. – denn man trifft auswärts erneut auf den WFV. Das Rematch ist übrigens zugleich das letzte Spiel des Jahres und das letzte Auswärtsspiel im Grunddurchgang außerhalb der Kärntner Landesgrenzen. Man wird also mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen in die Hauptstadt reisen, denn bei einem Sieg (nach regulärer Spielzeit) würde man als Tabellenführer ins neue Jahr starten!

Das Lineup

Obereder (Kerschbaumer)

Kalles – Holl, Hirm – Krametter, Kramer – M. Pfeifer;

Mayrobnig (C) – A. Pfeifer – Haimburger, Fritz – Horn – Mack, Niederleitner – Weinberger – Bilkey;