Dritter Titel in Folge für die U19

Unglaublich: Nach den Meistertiteln 2016 und 2017 gelang es unserer U19 erneut, den Pokal nach Klagenfurt zu holen! In einem spannenden Finale konnte man den VSV Unihockey mit 4:3 besiegen!

Schwaches Halbfinale gegen die Bandyts

Der Finaleinzug stand aber auf Messers Schneide: Denn gegen die Bandyts konnte man keineswegs seine Bestleistung abrufen, im Gegenteil, teils schwere Abwehrfehler führten dazu, dass die Bandyts bis kurz vor Ende mit den Rotjacken mithalten konnten. Im ersten Drittel geriet man gar in einen 0:2-Rückstand, der bis zur Pause immerhin ausgeglichen werden konnte (Krömer, Fritz /PP, jeweils in der elften Minute). Ähnlich verlief das zweite Drittel, in dem man nach einem Bandyts-Tor durch einen Doppelschlag durch Tobias Grabner (28′) und ein Eigentor der Stadtrivalen (30′) zum ersten Mal in Führung gehen konnte. Die Freude währte aber nur kurz, denn der erneute Ausgleich der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Das Schlussdrittel gestaltete sich dann von Seiten der Spieler etwas robuster und somit spielten Strafminuten eine ganz wesentliche Rolle. Jedoch stellten Horn (44′) und Wurmitzer (57′) eine beruhigende Führung her. Eine eher unschöne Szene ereignete sich in der 58. Minute, als Bandyts Stürmer Steinwender einem bereits am Boden liegenden KACler noch einen groben Schlag mit dem Schläger mitgab. Dem vorausgegangen war ein Foul von Bandyts-Spieler Matzan, somit mussten beide auf die Strafbank (Matzan für zwei, Steinwender für fünf Minuten). Die 5-gegen-3-Überzahl konnte dann leider nicht ausgenutzt werden, da auch Martin Krametter von den Schiedsrichtern in die Box geschickt wurde. In 4-gegen-3-Überzahl konnte Philipp Horn dann noch mal eine Schippe drauflegen (59′), ehe Luca Wurmitzer vier Sekunden vor Spielende den 8:4-Endstand herstellte.

Traditionell, aber schwierig: Im Finale wartete der VSV!

Derweil konnte sich der VSV Unihockey im zweiten Halbfinale gegen de WFV glatt mit 8:1 durchsetzen. Dementsprechend war man auf Seiten der Rotjacken mehr als nur gewarnt: Man erinnert sich ans Finale 2017, bei dem man eine 5:0-Führung wieder hergab und erst im Penaltyschießen den Titel einfahren konnte. So weit wollte man es heuer nicht kommen lassen, man ging hochkonzentriert in die Partie. Beide Teams starteten mit zwei Linien, beim KAC startete Lukas Kerschbaumer im Tor. Und das sollte auch Früchte tragen, denn KAC-Verteidiger Fabian Grabner zog nach einem schönen Doppelpass mit Pascual Fina nach vorne und versenkte die Kugel per Weitschuss zum 1:0 (3′)! Der VSV setzte wie gewohnt sein Ballbesitz-Spiel in der Offensive auf, kam aber trotz zweier Powerplays (durch zwei Strafen gegen Luca Wurmitzer) nicht zum Ausgleich. Nach zehn Minuten konnten die Draustädter dann aber doch ausgleichen: Christoph Steiner kam durch einen gewieften „Bauerntrick“ zum 1:1-Ausgleich. Danach ging es wieder hin und her, KAC und VSV erspielten sich zahlreiche Chancen, konnten aber auch nicht mehr daraus machen. Daher ging kein Team mit einer Führung im Gepäck in die Pause.

Der KAC präsentierte sich deutlich stabiler als noch am Vortag, begann der KAC zeitweise regelrecht, den VSV an die Wand zu spielen. Angriffsversuche des VSV wurden entweder von der starken Defensive der Rotjacken oder vom starken Kerschbaumer im Kasten vereitelt. Nach gut 29 gespielten Minuten bekam der KAC dann erstmals eine Powerplay-Gelegenheit und nutzte sie promt: Pass von Wurmitzer auf Horn und zack – 2:1! Dann wieder der VSV in Überzahl, nachdem Grabner aufgrund einer etwas fragwürdigen Strafe rausmusste – das Penaltykilling funktionierte. Der KAC ließ nichts anbrennen und Wurmitzer schraubte das Torkonto der Hausherren nach einer schönen Aktion glatt noch auf 3:1 hoch! Der VSV gab aber nicht nach, nach einem Konter der Adler kam Niklas Fechtig plötzlich vor Lukas Kerschbaumer zu Fall. Allerdings war es kein KAC-Spieler, der ihn zu Fall brachte – trotzdem entschieden die Schiedsrichter auf Penalty. Den verwandelte der Youngster des Jahres gekonnt – 3:2! Und dabei blieb es auch bis zur Pause. Die Entscheidung nahte.

Das letzte Drittel versprach sich so einiges und es wurde genauso, wie man es sich von einem Finale erwarten konnte: Die Spieler beider Teams wurden noch bissiger, spielten sich in einen Rausch. Die Defensive des KAC ließ aber einige Wackler zu, bis VSV-Stürmer Steiner nicht mehr zu halten war und einen Querpass von Linienkollege Felsberger in Kerschbaumers Gehäuse versenkte (51′). Jeder Einzelne in der Halle begann plötzlich zu zittern, denn die Teams schenkten einander nichts! Das Goldtor erzielte schließlich Martin Krametter nach einem Freischlag (53′) – was für ein Abschied nach mehreren Jahren im KAC-Nachwuchs! Der VSV setzte nochmal alles auf eine Karte, nahm den Torhüter raus – es half ihnen nichts. Das KAC-Bollwerk blieb standhaft und die Rotjacken holten sich zum dritten Mal in Folge den Titel! Mehr als nur verdient, wenn man das mal so anmerken darf!

Lineup im Finale

Kerschbaumer (Mülneritsch)

Hirm – Krametter, F. Grabner – Werhounig, Lekas – Meixner;

Wurmitzer – Horn – Fritz, Schütz – Fina – Krömer, Mörtl – Apold – T. Grabner;