Lange Durststrecke bringt Probleme

Zur Saison 2003/04 rüstete man seinen Kader noch ein wenig auf. Einziger Wermutstropfen war der Abgang von Karl Jepsson, dafür wurden Thomas Herzog, Martin Spurej und Thomas Wibmer vom IC Graz geholt. Außerdem stieß mit Johannes Schefer vom UHC Appenzell erstmals ein Schweizer zum Team. Das restliche Meisterteam blieb komplett.

Natürlich ging man als Titelverteidiger auch als Mitfavorit an den Start. Und beinahe hätte man das Märchen des Vorjahres wiederholt. Denn man kam wieder ins Finale und der Gegner hieß wie schon im Vorjahr TVZ Wikings Zell. Dieses Mal waren die Salzburger aber vorm KAC gewarnt – am Ende waren die Rot-Weißen die Leidtragenden. Zell gewann das Finale und wurde Meister.

Die darauffolgende Saison wurde eine Kooperation mit dem FBV Klagenfurt geschlossen, welche die Spieler des „Team Buhurt“ zum KAC lockte. Dafür gab es einige schmerzhafte Abgänge. Die Pfeifer-Brüder hörten aus privaten Gründen auf, Thomas Wibmer wechselte nach Wien. Pasi Valjakka packte wohl das Heimweh, denn er kehrte in seine finnische Heimat zurück. Die Neuzugänge konnte sich aber sehen lassen: Neben dem deutschen Legionär Michael Flanz, der vom UHC Weißenfels kam, wurde die beinahe gesamte FBV-Garde in den KAC-Kader aufgenommen. Auf der gleich acht Spieler umfassenden Liste standen Namen wie Walter Kampel, Thomas Kruggel, Michael Schachner oder Hannes Jurkowitsch. Des weiteren kamen Paul Fahrnberger, Rene Altvater, Norbert Schmauzer und Andre Wiezorek dazu.

Mit dem neuen Kader kamen aber auch die Probleme. Vor allem die ehemaligen Spieler des IC Graz, die teilweise ihren Lebensmittelpunkt immer noch in der steirischen Hauptstadt hatten, beschwerten sich über die langen Anfahrtszeiten zu Trainings und Spielen und drohten mit einer Rückkehr nach Graz. Sportlich verlief die Saison zwar nicht schlecht, aber man verpasste 2004/05 immerhin erstmals das Finale. Auch daher kam es dazu, dass es Meinungsverschiedenheiten gab. Denn einige Spieler überschätzten die Fähigkeiten des Teams, bezeichneten es als „das stärkste Team Österreichs“.

Dass der Saisonverlauf 2005/06 beinahe ident verlief, man das Finale erneut verpasste, verbesserte die Situation keineswegs. Es begann intern immer mehr zu brodeln, die Grazer drohten weiterhin mit dem Austritt. Auch in den kommenden beide Saison zeichnete sich dass selbe Muster ab. Inzwischen hatte Norbert Schmauzer das Team gen Wien verlassen, mit dem Deutschen Jochen Bathe (kam von der Zuger Highlands / CH), dem Finnen Jonne Hyvönen (Salibandy Team 97 / FIN) und Jürgen Filipic (IBC Leoben) kamen zumindest drei weitere Kräfte dazu. Trotz aller Titelambitionen schaffte man es nicht, bis ins Finale vorzudringen. Die Stimmung war geknickt.