Die Ära Lutter endet

Die Saison 2015/16 sollte einige große Änderungen im Verein bringen. Grund dafür war, dass Präsident und Mitgründer Torsten Lutter den Verein verließ, nachdem er einstimmig als Obmann abgewählt wurde. Sein Nachfolger wurde Thomas Sterniczky. Auch sportlich sah Lutter keine Chance mehr, in der Bundesliga reinzukommen, deshalb wechselte er zum VSV Unihockey. Der Wechsel des Vorstandes brachte auch rechtliche Probleme mit sich. So verlor man die Rechte an seinem Logo und musste daher ein neues entwerfen. Das neue Logo wurde mit Begeisterung aufgenommen.

Und auch sonst musste der KAC Floorball viele schmerzhafte Abgänge hinnehmen. Neben Jochen Bathe beendete auch Thomas Kruggel nach elf Jahren seine Karriere vorerst. Die beiden wurden die Assistenten des neuen Spielertrainers Andreas Pfeifer. Übrigens: Es ist die erste Saison, in der der Head Coach von zwei Assistant Coaches unterstützt werden. Da Kruggel von der Trainingsmoral einiger Spieler nicht sehr begeistert war, gab er seine Position auf und wurde Headcoach beim Stadtrivalen Dynamo USI, wo er nur einen Monat später als Spielertrainer ein Comeback feierte. Bathe blieb dem Klub jedoch als Co-Trainer erhalten. Torsten Lutter wechselte wie bereits erwähnt nach Villach, Goalie Bernhard Schusser tat es ihm gleich und kehrte ebenfalls zu seinem Stammverein VSV Unihockey zurück. Auch Matthias Weigert zog es zurück zum UHC Linz. Youngster Michael Krusic verließ den Verein, um seine Karriere zu beenden.

Diese frei gewordenen Kaderplätze wurden 2015/16 hauptsächlich mit Eigenbauspielern ausgefüllt. Lukas Kerschbaumer ersetzte Goalie Schusser, während der bisherige Ersatzkeeper Maximilian Obereder zum Einser-Goalie befördert wurde. Dazu übernahm er auch das Amt des Torhüter-Trainers. Abwehrspieler Martin Krametter etablierte sich in seiner Rookie-Saison gleich zum unumstrittenen Stammspieler. Artis Gaidis, der vor der letzten Saison noch ins Farmteam versetzt worden war, stand wieder im Kader. Ein Riesen-Comeback feierte ein gewisser Martin Pfeifer, den man noch aus der legendären Meistertruppe von 2003 in Erinnerung hat. Alexander Kalles wurde in einer internen Wahl mit nur einer Stimme Vorsprung knapp vor Michael Gritsch zum neuen Spielführer gewählt.

Den Grunddurchgang beendete man mit 20 Punkten aus zehn Spielen souverän auf Platz drei, so traf man im Playoff-Halbfinale auf den zweitplatzierten SU Wiener FV. Vor den Playoffs wurden mit Maximilian Krömer und Martin Fritz zwei Farmteam-Spieler nachnominiert. In der Best-Of-Three-Halbfinalserie unterlag man jedoch deutlich mit zwei hohen Niederlagen (5:12 heim und 5:11 auswärts). Wien wurde später Meister.

Auch im Marketing-Sektor tat sich einiges. Insbesondere in den Bereichen Social Media, Webauftritt und Merchandising machte man erhebliche Fortschritte. Das Ziel war und ist es, den Verein nach außen hin top zu repräsentieren.