Sensation und Kantersieg in Wien

Was für ein fulminanter Abschluss der Regular Season! Mit einem Sensationssieg beim WFV fixierten die Rotjacken nicht nur den ersten Tabellenplatz in der Gruppe West, sondern gehen auch mit breiter Brust in die Playoff-Vorbereitung.

Der KAC, der mit 16 Feldspielern und zwei Torhütern bereits am Freitag in die Hauptstadt reiste, musste auf Adrian Samm, Martin Fritz, Marcel Gappmayer, Tobias Meixner und Youngstar Simon Krametter verzichten. Dafür kehrten Martin Krametter und Maximilian Mörtl nach Verletzungspausen wieder zurück ins Lineup. Auch Andreas Pfeifer und Lukas Kerschbaumer, die in der Vorwoche gegen Leoben geschont wurden, waren wieder mit von der Partie, letzterer startete gegen den WFV im Kasten der Rotjacken.

Obwohl die Favoritenrolle klar beim amtierenden Meister lag, war es der KAC, der bereits nach 30 Minuten durch Martin Krametter (1′) in. Führung ging. Der sichtlich überraschte WFV drückte zwar auf den schnellen Ausgleich, die Rotjacken hielten aber tapfer dagegen. Erst ein umstrittener Penalty-Shot durch Tobias Schrottenbacher (10′) führte zum Ausgleich. Der KAC antwortete aber im Doppelschlag: Andreas Pfeifer (11′) sowie Christoph Platzer (15′) brachten die Gäste bis zum Ende des ersten Abschnitts mit 3:1 in Führung.

Den Beginn des zweiten Drittels konnten die Rotjacken aber als klassischen Fehlstart abstempeln, denn innerhalb von nur sieben (!) Sekunden konnten die Hauptstädter den Spielstand durch Tomáš Havelka (22′) und Ex-KACler Georg Luschin (22′) egalisieren. Das Spiel wurde spätestens ab diesem Zeitpunkt zunehmend ruppiger und beide Mannschaften schenkten sich nichts. Auch wenn der WFV phasenweise seine große Klasse aufblitzen lies, hielten die Rotjacken tapfer dagegen. Ein Schlüsselfaktor war dabei auch Goalie Lukas Kerschbaumer, der mehrere Male seine Klasse aufblitzen ließ. Aber auch die Rotjacken drängten auf die erneute Führung, konnten die Kugel aber nicht im gegnerischen Kasten unterbringen. So ging es mit einem Spielstand von 3:3 in den dritten Abschnitt.

Im dritten Drittel wurde es dann ernst. Beide Teams wussten nun, dass Kleinigkeiten das Spiel entscheiden konnten. Die Rotjacken witterten nun ihre große Chance und mobilisierten ihre Kräfte. Dieser Kampfgeist wurde auch belohnt, als Andreas Pfeifer (45′) den KAC via Rebound erneut in Führung brachte. Und als wäre dies nicht genug, konnte Christoph Platzer (47’/SH) diesen Vorsprung nach Kerschbaumer-Auswurf in Unterzahl auf zwei Tore erhöhen. Der WFV gab aber eine schnelle Antwort und erzielte noch im selben Powerplay durch Topscorer Jakob Mayer (48’/PP) den Anschlusstreffer. Nun begann ein Rennen um die Zeit, die Rotjacken konnten die Führung dank einer unglaublichen Defensivleistung aber verteidigen. So fixierte der KAC mit einem 5:4-Sieg nicht nur den Gruppensieg der Gruppe West, sondern gab auch ein gewaltiges Statement in Blickrichtung der Playoffs ab.

Bereits am Tag darauf wurde der Grunddurchgang mit dem Auswärtsspiel beim FBC Dragons beschlossen. Die ungewohnten Bodenverhältnisse sowie das harte Spiel am Vortag machte es den Rotjacken nicht leicht, am Ende konnte die von beiden Seiten sehr raue Partie aber souverän mit 12:5 gewonnen werden. So trat der KAC Floorball die Heimreise mit grandiosen sechs Punkten im Gepäck an.

Head Coach Peter Mack: „Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft. Wir waren mit dem WFV von Beginn an auf Augenhöhe und haben eine unglaubliche Moral an den Tag gelegt, die uns am Ende die drei Punkte beschert haben. So kurz vor den Playoffs so ein wichtiges Spiel zu gewinnen zeigt uns, dass wir seit Saisonstart einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht haben und nun mit breiter Brust in Richtung Final Four blicken können.“

Stürmer Martin Krametter: „Hätte mir jemand einen Sieg beim WFV prophezeit, hätte ich ihm nicht geglaubt. Nicht falsch zu verstehen – wir haben eine Mannschaft mit großem Potenzial. Aber die Wiener sind schon seit Jahren die sicher offensivstärkste Mannschaft Österreichs. Das zeigt uns wiederum, dass wir uns vor niemandem verstecken brauchen!“

Der Grunddurchgang ist nun zu Ende, mit fünf Punkten Vorsprung vor den TVZ Wikings konnte man den Sieg in der Gruppe West einfahren. Fakt ist auch: Auf dem Spielfeld musste man lediglich gegen den VSV eine Niederlage einstecken, gegen zwei der drei eigentlichen IFL-Teilnehmer wurde ein Sieg erreicht. Weiter geht es nun am 13. und 14. März mit dem Final Four, wo man im Halbfinale auf den UHC Crossroads trifft. Im Finale würde man auf den Sieger der Partie Dragons gegen Zell am See treffen. Der Austragungsort sowie die Spielzeiten werden erst in Kürze vom ÖFBV bekanntgegeben.