Sieg gegen den Tabellenführer

Ausgangslage

Nach der Nullnummer letzter Woche gegen den Meister aus Wien, war die gesamte Mannschaft auf Rehabilitation aus. In den Trainingseinheiten wurde härter trainiert. Die Spieler waren mit vollem Einsatz dabei um wieder zurück auf die Siegerstraße zu finden.

Gelingen sollte das schon am heutigen Abend gegen den Tabellenführer aus Zell am See. Gegen die Pinzgauer präsentierte man sich diese Saison recht passabel. Im ersten Heimspiel reichten zwei starke Drittel nicht, um als Sieger vom Platz zu gehen. Jedoch konnte man im Gastspiel überzeugen und ging verdient nach Verlängerung mit 3:4 vom Spielfeld.

 

Personalien

Wie im Spiel gegen Wien setzte der Trainer auf beinahe dieselben Spieler. Einzig alleine Michael Kramer rückte wieder in die Mannschaft, dafür war Adrian Samm nicht im roten Dress zu sehen. Verletzungsbedingt fehlte diesmal auch Martin Pfeifer.

Trotzdem wurde an der Linienzusammensetzung und der taktischen Ausrichtung ordentlich geschraubt. Im Tor wurde ebenfalls gewechselt. Dieses Mal schenkte man Lukas Kerschbaumer das Vertrauen. Das Ergebnis wird dem Trainerteam Recht geben.

 

Ausgeglichenes 1.Drittel

Im ersten Drittel zeigte unsere Mannschaft wieder ihr altes Gesicht, mit Kampfgeist und viel Einsatz erkämpfte man sich schon nach dem ersten Bully einige Freiräume, die noch nicht in Zählbares verwandelt werden konnten. Von diesem Offensivdrang lies sich auch die dritte Linie anstecken und setzte sich in ihrem ersten Turn schon gut in der Angriffszone fest. Hier agierte sie aber zu offensiv und daher konnte die Gastmannschaft nach einen Ballverlust einen Konter starten. Dieser wurde aber regelwidrig von unserer #15 Florian Weinberger unterbunden. Das bedeutete die ersten und einzigen Strafminuten für unser Team. Auch in dieser heiklen Phase stand unsere Unterzahllinie sehr kompakt und somit konnte sich das Powerplay der Gäste kaum entfalten. Zweimal konnte unsere Mannschaft sogar einen Angriff auf das gegnerische Tor starten, jedoch scheiterte man zumeist am letzten Pass um eine gefährliche Torchance zu kreieren.

Daher konnte man das Unterzahlspiel unbeschadet überstehen.

Im weiteren Verlauf des 1. Spielabschnittes egalisierten sich die Mannschaften selbst, daher endete ein ansehnliches 1. Drittel mit 0:0.

 

Umkämpftes zweites Drittel endete ebenfalls ausgeglichen

Seit langen konnte unsere Mannschaft wieder Defensiv überzeugen und erhielt einen gesamten Spielabschnitt keinen Gegentreffer. Nun fehlten nur noch die Tore um am heutigen Tag als Sieger vom Feld zu gehen.

Im zweiten Drittel änderte sich wenig am Spielgeschehen. Die Gastmannschaft hatte zumeist mehr Ballbesitz als wir, jedoch schaffte sie es kaum in die gefährlichen Zonen durchzudringen. Unsere Verteidigung stand gut und kämpfte hart in der eigenen Zone. Den Rest erledigte Lukas Kerschbaumer mit gewöhnter Souveränität.

Was jedoch passiert, wenn einmal ein Stellungsfehler unterläuft, zeigte uns die Gastmannschaft schonungslos auf. In der 22. Spielminute konnte ein Verteidiger der Gäste eine Hereingabe ohne Bedrängnis abschließen. Das erste Tor an diesem Abend war gefallen. Unsere Mannschaft zeigte sich aber unbeeindruckt von diesem Gegentreffer und erhöhte das Tempo nach vorne. Gute zwei Minuten später schaffte dann unsere 1.Linie den Ausgleichtreffer. Als alle schon dachten, dass Andreas Pfeifer den Ball unter die Latte knallen wird, legte er auf Christoph Haimburger ab, der gekonnt am langen Pfosten wartete und seinerseits den Ball über die Linie donnerte. Der Jubel kannte keine Grenzen, da jeder wusste wieviel Kampf und Einsatz das Spiel bis zu diesem Tor der Mannschaft schon abverlangte.

Kurz darauf konnte die Gastmannschaft glücklich nach einem langen Ball zum 1:2 treffen.

Danach war das Spiel wieder lange auf beiden Seiten ausgeglichen. Das Drittel plätscherte dahin bis in der 36. Spielminute unsere Powerplaylinie erstmals aufs Spielfeld gebeten wurde. Diese Gelegenheit lies man sich nicht nehmen und erzielte in Person von Martin Krametter nach Zuspiel von Christoph Haimburger den abermaligen Ausgleichstreffer.

Damit war es das für dieses Drittel. Die Mannschaften gingen mit 2:2 in die Drittelpause.

 

Keine Entscheidung im 3. Drittel

Diesmal startete die Gastmannschaft besser in den dritten Spielabschnitt. Nach einem Freischlag knapp vor unserem Tor konnte diese nach einem Stellungsfehler in unserer Mauer unbedrängt zum 2:3 abschließen. Dieses Tor markierte aber mitnichten den Schlusspunkt in diesem Spiel. Unsere Mannschaft gab nicht auf, kämpfte weiter um jeden Meter und versuchte immer wieder Akzente im Spiel zu setzen. So wurde man diesmal auch für diesen Einsatz belohnt. Es war abermals unsere Powerplaylinie, die an diesem Abend unglaubliche Effektivität zeigte, die den Ausgleichstreffer erzielen konnte. In der Person von Andreas Pfeifer nach Zuspiel von Christoph Haimburger, der schon an drei Toren unmittelbar beteiligt war, konnte der Torhüter der Gäste gekonnt überwältigt werden.

Es leuchtete also 3:3 von der Anzeigentafel. Beide Mannschaften mobilisierten nochmals die letzten Kräfte, jedoch galt der Hauptaspekt der Verteidigung des eigenen Tores. Die Gastmannschaft versuchte zwar nach einem Timeout nach gut 54 gespielten Minuten am Offensivmotor die Schrauben anzuziehen. Konnte jedoch in dieser Phase unsere Verteidigung nicht entscheidend überwinden.

Die logische Folge war ein ebenfalls egalitäres drittes Drittel.

Normalerweise würden in diesem Fall beide Mannschaften von einem verdienten Unentschieden sprechen, jedoch kennt diese Formulierung das Floorballregelwerk nicht. Daher ging es nach zweiminütiger Pause in die fünfminütige Overtime.

 

Erinnerungen werden wach

Mit der Overtime hat unsere Mannschaft diese Saison schon gut Erfahrung. So war es genau das Auswärtsspiel gegen Zell am See, wo man in Overtime mit 3:4 gewinnen konnte. Erinnerungen wurden wach.

Jedoch begann die Overtime nicht nach Wunsch unserer Mannschaft. Die Zeller bauten einen unheimlichen Druck auf unsere Defensive auf, der sich aber zumeist nur auf mehr oder weniger gefährlichen Distanzschüssen beschränkte. Unsere Mannschaft kam aber doch gefährlich „ins schwimmen“. Jedoch konnte die gesamte Mannschaft, vor allem mit einer sehr aktiven Mithilfe der Flügel und Center in der Verteidigungslinie schlimmeres verhindern.

Es roch zwar gefährlich nach einem Tor für die Gäste, jedoch kam alles anders. Als alle wahrscheinlich schon mit einem Penaltyschießen rechneten setzte unsere Mannschaft knapp vor Ende der Overtime den letzten Angriff des Spieles an. Joseph Holl suchte Peter Mack, fand ihn und dieser verwandelte mit einen unglaublichen Technik den Ball zum 4:3! Der Jubel kannte keine Grenzen.

 

Fazit

Die Mannschaft änderte im Gegensatz zum Spiel gegen Wien ihr Gesicht komplett. Dieses Mal kämpfte jeder Spieler für jeden, jeder Spieler für den Sieg der gesamten Mannschaft. Und genau mit diesem Einsatz erkämpfte man sich das notwendige Glück, das heute sicher notwendig war, um in einer sehr ausgeglichenen Partie als Sieger vom Platz zu gehen. Daher ist heute nicht ein einziger Spieler der Man of the Match, sondern das gesamte Team, welches heute im Kollektiv den Sieg erarbeitet hatte.

Mannschaftsaufstellung:

Kerschbaumer – Obereder

Sterniczky – M. Krametter – M. Gritsch, J.Holl – M. Kramer

Mayrobnig – A. Pfeifer – C. Haimburger

Platzer – A.Kalles – P. Horn

Mack – F. Weinberger – M. Fritz

 

Torfolge KAC:

1:1 C. Haimburger (A.Pfeifer)

2:2 M. Krametter (C.Haimburger)

3:3 A. Pfeifer (C. Haimburger)

4:3 M. Mack (J. Holl)

 

Nächstes Spiel:

29.01.2017

12:00 Uhr

KAC Floorball – Unihockey Vorarlberg