Starke Mannschaftleistung wurde nicht belohnt

Ausgangslage

Am heutigen Sonntag trat unsere Mannschaft die Reise zum Ligadominator nach Wien an. In dieser Saison konnte man im ersten Heimspiel gegen den Meister überraschen und ging mit einem verdienten eindeutigen 7:2 Erfolg vom Spielfeld. In den weiteren zwei Spielen wusste unsere Mannschaft nicht zu überzeugen und verlor recht eindeutig gegen die Hauptstädter.

So stand das heutige Spiel ganz im Zeichen der Playoffvorbereitung und den Versuch die richtige Chemie innerhalb der Mannschaften und Reihen zu finden um im Playoff zu bestehen und den Meister aus Wien auch ein Bein zu stellen.

Der Trainer setzte in seiner Aufstellung auch ein Zeichen an die Jugend und nominierte mit Lukas Lam (U17) zum ersten Mal in den Kader der Mannschaft.

 

Überraschung im ersten Drittel

Das erste Drittel startete sehr ausgeglichen. Die Heimmannschaft versuchte vor allem über ihre schnellen und spielstarken Sturmreihen unsere Verteidigungslinien unter Druck zu setzen, diese standen aber an diesem Nachmittag in der Defensive recht kompakt und ließen keinen Zugriff der Hauptstädter im gefährlichen Bereich zu. Unsere Mannschaft konzentrierte sich weitgehend auf lange Aufbaupässe um die Mittelzone schnell zu überbrücken und agierte über die Flügelzangen stets gefährlich. Das erste Tor war aber der Heimmannschaft vorbehalten. Nach einem verdeckten Distanzschuss musste unser Torhüter Maxi Obereder erstmals hinter sich greifen. Die Antwort kam just im ersten Turn unserer jungen dritten Linie. Nach einem übersichtlichen Pass von Martin Krametter auf unseren Debütanten Lukas Lam leitete eben dieser, mit seinem ersten Ballkontakt in einem Bundesligaspiel, den Ball punktgenau auf Martin Fritz weiter, der unbedrängt und somit problemlos den Ball neben den Torhüter im Tor platzieren konnte. Der Ausgleich war geschafft. Mit der Energie aus diesen Ausgleichstreffer stürmte unsere Mannschaft weiter und konnte im Laufe des ersten Drittels meist nur regelwidrig gestoppt werden. Dies führte zu zwei aufeinanderfolgenden Strafen gegen die Heimmannschaft und zu einer 5-3 Powerplaygelegenheit für unsere Mannschaft. Diese Chance ließ man sich nicht nehmen und so erzielte Martin Pfeifer nach einen Schuss von Andreas Pfeifer und dem folgenden „Gestochere“ vor dem Tor den Treffer zum 2:1 aus unserer Sicht.

Damit war es das mit den Ereignissen im ersten Spielabschnitt und unsere Mannschaft konnte überraschend mit 2:1 in die Kabine abdrehen.

 

Eigenfehler kosteten Erfolg im zweiten Drittel

Die Wiener waren sichtlich unzufrieden mit ihrer Darbietung im ersten Spielabschnitt und rotierten das Personal in den drei Reihen ordentlich durch, womit sie sich wieder auf alte Stärke besonnen haben und wiederum mehr Druck auf unsere Verteidigungslinien ausüben konnte. So konnten diesmal die schnellen Flügelspieler der Gäste überzeugen und mit einem gezielten Schuss Maxi Obereder überwinden. In Folge dessen entwickelte sich das Spiel sehr offen mit Chancen auf beiden Seiten. Nach 28 gespielten Minuten musste nach einer umstrittenen Strafe gegen unserer Torhüter Maxi Obereder erstmals unsere Unterzahllinie auf das Spielfeld. Diese verhinderte aber gekonnt durch gutes Verschieben den Führungstreffer der Heimmannschaft. Kurz nach diesem Unterzahlspiel wurde die nächste Strafe gegen die Wiener ausgesprochen. Nach einem weiten Auswurf von unserem Torhüter wurde Andreas Pfeifer regelwidrig in der Mittelzone gestoppt. Diesmal konnte unsere Powerplaylinie aber nicht jubelnd abdrehen. Das Powerplay verlief weitgehend ereignislos. Kurz nach Ende des Powerplays konnte der Meister aber den Führungstreffer erzielen. Nach einem Kommunikationsproblem zwischen Torhüter und Verteidigung war es unser ehemaliger Topstürmer Christian Dworzak, der die Verwirrung nützte und zum 3:2 für Wien einnetzen konnte.

Unsere Mannschaft zeigte sich aber nicht geschockt und arbeitete hart weiter am Erfolg und glaubte vor allem an sich. So konnte Christoph Haimburger nach Zuspiel von Joseph Holl mit seinem gefürchteten Drehschuss zum Ausgleich einnetzen.

Jedoch konnten kurz vor Schluss des zweiten Drittels die Wiener nochmals zum Führungstreffer jubelnd abdrehen. Nach einen misslungen Auswurf unseres Torhüter schalteten die Hauptstädter schnell um und konnten zum 4:3 für Wien einnetzen.

Somit musste man nach einem wiederum starken zweiten Drittel mit einem Ein-Tore-Rückstand in die Kabine gehen.

 

Kurioses Tor führte zur Entscheidung im dritten Drittel

Unsere Mannschaft konnte man am heutigen Tag nur die kleinen Unachtsamkeiten in der Verteidigungszone vorwerfen, die der Meister aus Wien zweimal eiskalt bestrafte. Ansonsten zeigte sie eine über weite Strecken sehr gute Leistung, es fehlten nur noch der Torabschluss und vor allem das Glück, welches man sich aber auch erarbeiten musste. So glaubte man noch immer an den Sieg und spielte munter weiter.

Jedoch begann das letzte Drittel an diesem Abend gleich wie die zwei vorangegangen. Nach drei gespielten Minuten im letzten Spielabschnitt konnte die Heimmannschaft zum 5:3 abdrehen. Die Antwort folgte aber sofort im Namen von Christoph Haimburger der den Ball nach Zuspiel von Andreas Pfeifer ins kurze Eck heben konnte. Somit war in diesem Spiel wieder alles offen. Der Ausgleich mochte aber nicht  gelingen. Es gab zwar einige gute Chancen unserer Mannschaft, jedoch mangelte es teilweise auch am eigenen Unvermögen diese zu verwandeln. Es kam wie es kommen musste. Nach einem Freischlag der Wiener wurde der scheinbar ungefährliche Schuss vom Arm eines weiteren Angreifers abgefälscht, und somit ins Tor befördert. Das Tor wurde gegeben, das Glück auf der Seite von Wien.

Der Trainer setzte alles auf eine Karte und spielte nur mehr mit zwei Linien, mit welchen aber viel Druck erzeugt werden konnte. In dieser Phase hatte man aber auch Glück bei einem Stangenschuss der Wiener Mannschaft. Eine knappe Minute vor Schluss wurde auch noch der Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzt. Diese Gegebenheit konnte der Meister aus Wien nützen und erzielte mit einen Treffer aus kurzer Distanz in das verwaiste Tor den Endstand zum 7:4 aus Sicht des Meisters.

 

Fazit

Die Mannschaft zeigte nach den vergangenen Ergebnissen nochmals was wirklich in ihr steckt und das sie auch für Überraschungen gut sein kann. Leider kann sie sich noch nicht selbst für ihre Leistung belohnen. Die Playoffs kommen aber bald, und wie so oft im Leben kann auch das Glück wieder zurückkommen und uns vielleicht in dieser Phase entscheidend helfen. Notwendig dafür ist aber sicherlich ein weiteres hartes und gezieltes Training.

 

Nächstes Heimspiel: 11.03.2017 um 17:00 gegen den VSV

 

Ergebnis

SU WFV 7:4 KAC Floorball

SR: Gruber/Gruber                                                       

 

 

Torfolge KAC

1:1 M. Fritz (L. Lam)

1:2 M. Pfeifer (A. Pfeifer) PP

3:3 C. Haimburger (J. Holl)

5:4 C.Haimburger (A. Pfeifer)

 

Aufstellung

Obereder

Kalles – Krametter; Kramer – Holl

A.Pfeifer – M.Pfeifer – Haimburger

Gritsch – Horn – Mack

Fritz – Weinberger – Lam/Krömer

 

Verletzt/Krank:

Hreniuk, Mayrobnig