Neustart in der zweiten Liga (2008 bis 2011)

 

 

Lutter übernimmt das Trainerzepter

Da kein Trainer gefunden werden konnte, ließ sich Torsten Lutter überreden, als Spielertrainer weiterzumachen. Infolge dessen gab er die Kapitänsschleife an Thomas Kruggel weiter, der sich als einziger Ex-FBV-Spieler zum Verbleib entschied. Jochen Bathe wurde Alternativkapitän. Trotzdem stand man so gut wie ohne Team da. Daher musste der Verein handeln und setzte eine radikale Verjüngung des Kaders um: Der Großteil des Kaders bestand nun aus aufstrebenden Eigenbauspielern ohne jegliche Bundesliga-Erfahrung.

Der Verein entschied, die Nennung für die Bundesliga zurückzuziehen und für die zweite Liga zu nennen. Dies ist sportlich gesehen als absoluter Tiefpunkt der Vereinsgeschichte anzusehen, jedoch bedeutete dies auch den Startschuss für einen Neustart mit einem Mix aus erfahrenen Spielern (Lutter, Kruggel, etc.) und jungen Eigenbauspielern. Einige schafften Jahre später den Durchbruch und wurden zu Stammkräften.

KAC geht All-In und will den Wiederaufstieg

Auch drei vereinslose Spieler wurden geholt. Mit Andreas Pfeifer wurde ein Meister von 2003 reaktiviert, hinzu kamen Verteidiger Michael Kramer und Torhüter Raphael Wigoutschnigg, der sich erst auf dem Feld versuchte, dann aber ins Gehäuse wechselte. Letzterer wurde zur Nummer zwei hinter dem neuen Stammtorhüter Dennis Trenner, der das Erbe von Hans-Jürgen Wernegger und Thomas Herzeg antrat. Mit Felix Scherer vom IBC Leoben holte der KAC noch einen dritten Torhüter. Die Saison verlief wie geplant; am Ende stand der Aufstieg. Man landete auf Platz zwei und somit ironischerweise hinter dem IC Graz, zu dem einige Ex-KACler im Sommer zurück gewechselt waren.

Zurück in der Bundesliga

Der KAC Floorball war zurück im Oberhaus. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren wurde personell nichts verändert. Das Torhüter-Duo bestand wieder aus Dennis Trenner (nominelle Nummer eins) und Raphael Wigoutschnigg, Reservegoalie Felix Scherer zog es zurück zu seinem Stammverein IBC Leoben.

Man setzte sich zwar für die Saison 2009/10 keine allzu großem Erwartungen, man wurde aber doch Dritter im Grunddurchgang und schaffte es somit ins Playoff-Halbfinale. Dort traf man auf den zweitplatzierten Erzrivalen und späteren Meister VSV Unihockey und unterlag in den ersten beiden Spielen der Best-of-three-Serie deutlich mit 2:8 bzw. 3:8.

Aller (Wieder-)Anfang ist schwer

War der Einzug ins Halbfinale 2009/10 noch als großer Erfolg zu werden, wurde das Semifinale mit der Zeit wieder zum absoluten Muss. 2010/11 war aber wie in den vielen Jahren im Semifinale zuvor Endstation – Zell und Villach dominierten zu diesem Zeitpunkt die Liga.