Der zweite Titel soll her

 

Rekordnationalspieler übernimmt als Head Coach

Gleich nach Ende der abgelaufenen Saison wurde mit Oliver Pucher ein neuer Head Coach vorgestellt, der zuvor bereits als U9-Trainer im Verein tätig war. Anfang Juni bestätigte der Verein zudem die Rückkehr von Christoph Haimburger an den Wörthersee. Der Flügelstürmer wechselte nach zwei Jahren beim IC Graz zurück zu seinem Heimatverein KAC Floorball. Auch der junge Ballkünstler Philipp Horn bekam einen Platz in der ersten Mannschaft.

Intensive Pre-Season-Phase

Ende Juni nahm der KAC Floorball zum ersten Mal am internationalen Turnier „Amsterdamned Floorball Tournament“ in Amsterdam teil. Mit dabei waren bereits die Neuzugänge Christoph Haimburger und Philipp Horn. Man erreichte nach starker Leistung Platz fünf. Dabei wurde der erst 15-jährige Lukas Kerschbaumer zum besten Torhüter des Turniers gewählt.

Als Höhepunkt der Pre-Season 2016/17 nahm der KAC Floorball zum bereits vierten Mal an den Alps Open teil, die man in den letzten beiden Jahren gewinnen konnte. Man unterlag im Finale jedoch den TVZ Wikings Zell am See.

Der erste Derbysieg seit zwölf Jahren

Schließlich begann die neue Saison in der Bundesliga. Als Ziel wurde das Erreichen der Finalspiele ausgegeben, somit absolvierte das Team eine äußerst intensive Vorbereitung rund um Neo-Coach Pucher. Bereits am ersten Spieltag stand ein Auswärtsspiel beim Lokalrivalen VSV Unihockey an. Der KAC gewann überraschend mit 4:3 gegen den sich im Umbau befindlichen VSV (setzte sehr viele Nachwuchsspieler ein). Dennoch ist dieser Erfolg hoch einzuschätzen, gelang der letzte volle Erfolg gegen den Lokalrivalen vor zwölf (!) Jahren.

Diesem Erfolg folgte ein 7:2-Kantersieg gegen Meister Wien. Nach einer kurzen Siegesserie reihten sich auch einige Niederlagen dazu, sodass das Team auf Tabellenrang zwei überwinterte. Im neuen Jahr wurden mit Christoph Platzer und Lukas Lam zwei Rookies aus dem Farmteam in die Kampfmannschaft hochgezogen. Auffällig war dabei vor allem das Heimdebüt von Platzer, der zwei Tore schoss. Ebenso bemerkenswert: Lams erster Ballkontakt in der Bundesliga war ein schöner Assist. Inzwischen war Jochen Bathe aus persönlichen Gründen als Assistant Coach zurückgetreten. Andreas Pfeifer, bereits in den Jahren zuvor Spielertrainer, übernahm interimistisch die Rolle als Unterstützer von Coach Pucher.

Saisonaus trotz überragender Leistung

Die Sensation wäre beinahe perfekt gewesen. Denn mit einem historischen 6:5-Sieg nach Verlängerung konnte der KAC auch zuhause gegen den VSV gewinnen – zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt! Da Zell überraschend gegen Vorarlberg verlor, schlängelte sich der KAC noch vor auf Platz drei. Gegner? VSV!

Ja was soll man sagen. Im ersten Spiel der Serie zauberten die Jungs eine super Partie aufs Parkett, die Overtime sollte jedoch dem VSV den Matchball bescheren. Der KAC ging mit enormen Feuer und Elan ans Werk, der VSV kam immer wieder heran. Schließlich ging Villach zwei Minuten vor Ende in Front. Andi Pfeifer konnte per Freischlag ausgleichen, der Schiedsrichter gab das Tor vor fast 500 ungläubigen Fans nicht, da der Abstand des Gegners zu gering war. Rudelbildung war die Folge, vergebens. Der VSV zog ins Finale ein und holte sich später auch den Titel.

Neue Saison mit finnischem Coach

Als echter „Coup“ zu bezeichnen ist der Gewinn eines Assistant Coaches, der 22 Länderspieler für die finnische Nationalmannschaft aufweisen und 2004 die Bronzemedaille bei der WM gewinnen konnte. Es war kein geringerer als Kari-Matti Ratsula, der über ein Jahrzehnt in Europas Eliteligen (Finnland, Schweden) aktiv war. Nach Finnland jedoch wechselten die beiden Youngstars Christoph Platzer (Josba) und Lukas Lam (Top Team Savonlinna), welche leihweise für ein bzw. ein halbes Jahr nach Skandinavien übersiedelten.